The Epic of Everest

Der cinematographische Himalaya in den Walliser Alpen
Sa. 18. Januar 2020 ab 20:30 Uhr, WORLD NATURE FORUM in Naters

Der im Jahr 2013 restaurierte Stummfilm „The Epic of Everest“ zeigt den dritten Versuch des Briten George Mallory im Jahr 1924 den Mount Everest zu besteigen. Die bildgewaltige Verfilmung dieses verhängnisvollen Abenteuers wird vom Trio ELGAR mit Hans Koch an Bassklarinette und Sopransaxophon, Flo Stoffner an der Gitarre und Lionel Friedli am Schlagzeug live vertont.

Der Film — The Epic of Everest
Film von John Baptist Lucius Noel, UK, 1924, 86 min / Restaurierte Fassung vom British Film Archiv, 2013

Den legendären dritten Versuch des Briten George Mallory, im Jahre 1924 den Mount Everest zu besteigen, überlebten weder er noch sein Partner Andrew «Sandy» Irvine. Das letzte Mal gesehen wurden die beiden knapp 250 Höhenmeter unter dem Gipfel. Ob sie es vor ihrem Tod bis ganz nach oben geschafft haben oder nicht, darüber wird bis heute noch spekuliert, also 20 Jahre nach dem Fund der beiden Leichen. Unbestritten ist, dass der epische Versuch nicht zuletzt dank der atemberaubend-atmosphärischen Aufnahmen von Captain John Noel der Nachwelt im Gedächtnis geblieben ist. Mit einer Handkamera bewaffnet, folgte er der Expedition bis auf 7000 Höhenmeter und filmte von dort aus mit speziell angefertigten Teleskop-Linsen das Geschehen weiter oben.











Die Musik — ELGAR (Koch-Stoffner-Friedli)
Das Trio Hans Koch (Bassklarinette und Sopransaxophon), Flo Stoffner (Gitarre) und Lionel Friedli (Schlagzeug) fühlt sich am wohlsten inmitten eines Widerspruchs, in der „Twilight Zone“ zwischen brachialer Energie und zerbrechlichen Klanggebilden, zwischen hochverdichteten Sounds und transparenten Linien, zwischen pulsierenden Beats und freier Improvisation. Nie versiegt die Neugier und die Lust auf neue Klänge; jedes Konzert ist eine neue Recherche am Rande des Möglichen, des Schönen und manchmal auch Erträglichen.

Hans Koch — Bassklarinette und Sopransaxophon
Nach dem Ausstieg aus einer klassischen Karriere als Orchestermusiker, hat sich Hans Koch einen Namen gemacht als einer der innovativsten improvisierenden Holzbläser Europas. Seit den achtziger Jahren hat er mit vielen Grössen wie z.B. Cecil Taylor oder Fred Frith gearbeitet. Als Komponist prägte er von Anfang an den eigenständigen Sound von dem international bekannten Trio„Koch-Schütz-Studer“ und komponierte Musik für Hörspiele und Filme. Mit Elektronik, Samplings und Computer, erweiterte er seit den neunziger Jahren die Klänge seiner Instrumente. Als Holzbläser entwickelte er einen sehr eigenständigen Stil, welchen ihn zu einem der originellsten Bläser der aktuellen Szene gemacht hat.

Flo Stoffner — Gitarre
Stoffner sammelte erste Erfahrungen bei Auftritten mit Harald Haerter und Erik Truffaz, mit denen er in den frühen 1990er-Jahren auf dem Lugano Festival auftrat. Ab den 2000er-Jahren arbeitete er mit Musikern wie Marius Peyer (Unsung Songs, 2000), Gitta Kahle, Christian Weber, Lionel Friedli, Hans-Peter Pfammatter, Manuel Mengis (Into the Barn, 2004), Christoph Grab, Hilaria Kramer und in den Formationen Fat Son, Lauschangriff, Lila und Science Fiction Theater. 2012 legte er sein Soloalbum … and Sorry (Veto Records) vor. Mit Paul Lovens und Rudi Mahall nahm er das Trioalbum Mein Freund der Baum (Wide Ear, 2017) auf. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1990 und 2011 an 15 Aufnahmesessions beteiligt

Lionel Friedli — Schlagzeug
Friedli wuchs in Biel auf, hatte Unterricht am Konservatorium Biel und studierte an der Musikhochschule Luzern bei Norbert Pfammatter (Abschluss 2005). Er arbeitete ab 1998 u. a. mit seinem Studienfreund Lucien Dubois, mit dem in Lausanne erste Aufnahmen entstanden (Sumo, 2000), Manuel Mengis (Into the Barn, Hatology, 2004), Nicolas Masson, Vera Kappeler, Christoph Stiefel, ab 2013 mit Sarah Buechi. Ferner spielte er mit Heiri Känzig, Marc Ribot, Colin Vallon und Luzia von Wyl. Gegenwärtig arbeitet er u. a. mit Christy Doran’s New Bag, in der Formation Elgar (mit Hans Koch und Flo Stoffner), im Max Frankl Quartett, OZMO (mit Vincent Membrez und Pedro Lenz), Merz feat. Sartorius Drum Ensemble und Whisperings (mit Fred Frith). Im Bereich des Jazz war er zwischen 2000 und 2015 an 14 Aufnahmesessions beteiligt. 2015 erhielt er den Jazzpreis der Fondation Suisa.

Sa. 18. Januar 2020 ab 20:30 Uhr, WORLD NATURE FORUM in Naters
Eintritt Fr. 30.– / Stud. & Lehr. Fr. 20.–
Abendkasse und Restaurant Jungfrau-Aletsch sind ab 19:30 Uhr offen.

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